Sanierung planen: Die richtige Reihenfolge der Arbeiten
Von außen nach innen, von grob nach fein: In welcher Reihenfolge Sie Dach, Fenster, Heizung, Elektrik und Innenausbau angehen – und warum das Geld spart.
Elektroinstallation
Ob Neubau, Altbausanierung oder zusätzliche Steckdosen: Arbeiten an der Hausinstallation dürfen nur Elektrofachbetriebe ausführen, die beim Netzbetreiber eingetragen sind. Eine gut geplante Installation sorgt für Sicherheit, genügend Anschlüsse und Reserven für Wallbox, Wärmepumpe oder Photovoltaik.
Kostenlos & unverbindlich · Ihre Anfrage geht an passende Fachbetriebe

Ihre Vorteile
Fehlerstromschutzschalter, Überspannungsschutz und intakte Leitungen senken das Risiko von Stromunfällen und Bränden deutlich.
Zeitgemäße Ausstattung mit ausreichend Steckdosen, Netzwerkanschlüssen und Stromkreisen – ohne Mehrfachstecker.
Ein passender Zählerschrank und freie Leitungswege erleichtern später Wallbox, Wärmepumpe, Batteriespeicher und Photovoltaik.
Eine erneuerte, dokumentierte Elektrik ist beim Verkauf oder bei der Vermietung ein Pluspunkt und vermeidet teure Überraschungen.
Leistungen
Komplette Planung und Ausführung von Leitungen, Stromkreisen, Verteilung und Anschlüssen nach DIN 18015.
Erneuerung alter Leitungen und Verteilungen, z. B. bei zweiadrigen Leitungen ohne Schutzleiter.
Austausch nach den aktuellen Technischen Anschlussbedingungen (TAB) des Netzbetreibers.
Ladestation inklusive Zuleitung, Absicherung und Anmeldung beim Netzbetreiber.
Zusätzliche Anschlüsse, neue Beleuchtung, Daten- und Netzwerkleitungen.
Überprüfung der bestehenden Anlage auf Sicherheit und Funktion mit Prüfprotokoll.
Planung
Ein Elektrofachbetrieb prüft Alter und Zustand von Leitungen, Verteilung und Schutzeinrichtungen und empfiehlt, was erneuert werden sollte.
Planen Sie Steckdosen, Lichtauslässe, Netzwerk und künftige Verbraucher wie Wallbox oder Wärmepumpe pro Raum – die Ausstattungswerte nach DIN 18015 und RAL-RG 678 helfen bei der Orientierung.
Bei einer Sanierung werden Leitungen vor Putz-, Estrich- und Malerarbeiten verlegt. Der Elektriker sollte daher früh im Zeitplan stehen.
Nach der Installation folgen Prüfung und Messprotokoll. Bewahren Sie Protokoll und Stromlaufplan für spätere Arbeiten auf.

Kosten
Die Kosten hängen vor allem von Wohnfläche, Ausstattung und davon ab, ob Leitungen auf oder unter Putz verlegt werden.
| Leistung | Orientierungswert |
|---|---|
| Elektroinstallation Neubau (Einfamilienhaus, ca. 150 m²)je nach Ausstattung | ca. 15.000 – 30.000 € |
| Elektrosanierung Altbauinkl. Schlitzen und Verputzen | ca. 100 – 180 € pro m² |
| Neuer Zählerschranknach TAB des Netzbetreibers | ca. 1.500 – 4.000 € |
| Wallbox inkl. Installationabhängig von der Leitungslänge | ca. 1.200 – 2.500 € |
| Zusätzliche Unterputz-Steckdoseinkl. Leitung | ca. 100 – 250 € pro Stück |
| E-Check (Einfamilienhaus)mit Prüfprotokoll | ca. 150 – 400 € |
Orientierungswerte inkl. Mehrwertsteuer, Stand November 2026. Für die Arbeitskosten von Handwerkerleistungen im selbst genutzten Haushalt ist eine Steuerermäßigung nach § 35a EStG möglich.
Teilerneuerung einzelner Stromkreise ist deutlich günstiger als eine Komplettsanierung des ganzen Hauses.
Unterputz-Verlegung erfordert Schlitze und Putzarbeiten, Aufputz oder Kabelkanäle sind schneller, aber sichtbar.
Anzahl der Steckdosen und Stromkreise, Netzwerk, Beleuchtung und Smart-Home-Technik bestimmen den Materialaufwand.
Erfüllt der alte Zählerschrank die aktuellen Anschlussbedingungen nicht, muss er bei größeren Änderungen meist erneuert werden.
Bewohnte Räume, alte Bausubstanz und schwer erreichbare Leitungswege erhöhen den Aufwand.
So funktioniert’s
Sagen Sie uns in wenigen Schritten, was Sie renovieren, einbauen oder modernisieren möchten – und wo.
Wir prüfen Ihre Angaben und suchen Fachbetriebe aus unserem Netzwerk, die zu Ihrem Vorhaben und Ihrer Region passen.
Sie vergleichen die Angebote in Ruhe und entscheiden selbst, ob und mit wem Sie Ihr Projekt umsetzen.
Von außen nach innen, von grob nach fein: In welcher Reihenfolge Sie Dach, Fenster, Heizung, Elektrik und Innenausbau angehen – und warum das Geld spart.
Leistungsbeschreibung, Positionen, Gewährleistung, Zahlungsplan: Mit dieser Anleitung vergleichen Sie Angebote von Fachbetrieben sicher – und erkennen Warnsignale.
Kosten & Preise Preisratgeber
Kosten pro Quadratmeter nach Sanierungstiefe, typische Kostenblöcke, Reserve und Förderung: So kalkulieren Sie die Sanierung eines älteren Hauses realistisch.
FAQ
Arbeiten an der elektrischen Anlage hinter dem Hausanschluss dürfen nach der Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) nur Elektrofachbetriebe ausführen, die im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen sind. Unsachgemäße Arbeiten gefährden Menschen und können den Versicherungsschutz kosten.
Spätestens wenn noch zweiadrige Leitungen ohne Schutzleiter, alte Schraubsicherungen ohne Fehlerstromschutzschalter oder brüchige Leitungen vorhanden sind. Bei Installationen, die älter als 30 bis 40 Jahre sind, lohnt sich eine Prüfung durch einen Elektrofachbetrieb – besonders vor einer Sanierung.
Für neue oder geänderte Stromkreise mit Steckdosen bis 32 Ampere schreibt die DIN VDE 0100-410 einen Fehlerstromschutzschalter (RCD) vor. Für bestehende Anlagen gilt meist Bestandsschutz, eine Nachrüstung wird aber dringend empfohlen.
Ja. Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge müssen beim Netzbetreiber angemeldet werden; Wallboxen mit mehr als 11 kW Ladeleistung benötigen zusätzlich dessen Zustimmung. Das übernimmt in der Regel der ausführende Elektrofachbetrieb.
Für eine Wohnung rechnen Fachbetriebe oft mit ein bis zwei Wochen, für ein Einfamilienhaus mit zwei bis vier Wochen – zuzüglich Putz- und Malerarbeiten. Am schnellsten geht es, wenn die Räume leer stehen.
